Eine Regendecke sorgt dafür, dass das Pferd auf der Weide auch bei unschönen Witterungsverhältnissen immer schön trocken bleibt und dadurch die Körpertemperatur besser regulieren kann.
Auf dem Markt gibt es eine umfangreiche Auswahl an Regendecken. Dabei unterscheiden sich die Größen der Regendecken vor allem Reitstil des Reiters. Es gibt Regensdecken für Western und Quarterhorses, Englisch und Decken für sehr große Pferde oder Ponys. Verschiedene Pferdedecken werden mit und ohne Halsteil angeboten. So lassen sich für jedes Pferd Regendecken in der gewünschten Form und Farbe finden. Ihre Regendecke können sie natürlich bei einem Händler vor Ort kaufen. Oder sie bestellen ihre Regendecke bequem im Internet.
Regendecken werden von vielen Marken wie zum Beispiel Bucas, Horseware, Busse, Kavalkade, HKM und Pfiff angeboten. Von vielen Herstellern, wie zum Beispiel auch Rambo gibt es bis zu 3 Jahren Garantie auf die Dichte der Regendecke. Damit bleibt ihr Pferd auf jeden Fall trocken.
Für diejenigen Reiter, die eher nördlich in unserer Republik wohnen, gehört eine Regendecke ganz selbstverständlich zur Reitausstattung dazu. Denn im Frühjahr und Herbst müsste sonst auf Ausritte oft verzichtet werden, so oft, wie es in diesen Jahreszeiten dort regnet. Auch ein Dauerregen auf der Weide, ist für die Pferde nicht gerade ein Vergnügen, zumal es viele Weiden gibt, auf denen geeignete Schutz bietende Baumgruppen oder Unterstände fehlen.
Doch angesichts der Klimaveränderungen erleben wir immer mehr Regentage in Folge auch in südlicher Richtung. Hin und wieder ein Schauer wird keinem Pferd etwas anhaben können, schon gar nicht in den warmen Monaten, wo sie ganztags draußen auf der Weide stehen. Ein erfrischender Schauer im Sommer kann sogar eine angenehme Abkühlung sein, die die Pferde genauso genießen, wie wir Menschen. Danach sorgt warmes Wetter dafür, dass sie in kürzester Zeit wieder trocken sind. Es besteht keine Erkältungs- oder Unterkühlungsgefahr. Das Fell ist bis zu einem gewissen Grad auch in der Lage Wasser abperlen zu lassen. Stundenlanges oder tagelanges Regnen allerdings ist weder gesundheitsfördernd noch angenehm für Pferde. Selbst wild lebende Tiere suchen in solchen Situationen nach Schutzmöglichkeiten. Leider ist es nicht immer möglich, seinen Pferden einen trockenen und geschützten Unterstand zu bieten. Deshalb muss auf andere Weise für einen Schutz gesorgt werden. Und das möglichst, bevor es zur regnen beginnt.
Wer sein Pferd auf der Weide stehen hat, sollte also immer über die aktuelle Wetterlage informiert sein. Sobald klar ist, dass mit länger andauerndem Regen zu rechnen ist, ist es Zeit sein Pferd mit einer Regendecke zu schützen. Das gilt für empfindliche oder kränkelnde Pferde auf jeden Fall, aber auch gesunde Pferde sind dankbar und sollten vor allem vor Unterkühlung geschützt werden. Oft kommt zum Regen ein kalter Wind dazu, der die Pferde auskühlt. Das hat nichts mit Verweichlichung zu tun, sondern eher mit Verantwortung.
Aber nicht nur auf der Weide, sondern auch auf Ausritten bei Regenwetter oder Ausritten, die im Sonnenschein begonnen wurden und gerade im Hochsommer jäh mit einem heftigen Gewitter und Regengüssen enden können, ist es sinnvoll eine Regendecke im Gepäck zu haben. Das gesattelte Pferd, das völlig durchnässt geritten wird, läuft Gefahr sich Scheuerstellen unter Halfter Gurten und Sätteln zu laufen. Ist die Regendecke dabei, kann das Pferd mit wenigen Handgriffen „ins Trockene“ gebracht werden. Praktischerweise kann im Notfall auch das gesamte Geschirr mit geschützt werden.
Was zeichnet eine gute Regendecke aus?
Ein Frage, die nicht mit einem Satz beantwortet werden kann. Hauptmerkmal ist natürlich, dass sie auch bei Dauerregen kein Wasser durchlässt. Also muss sie besonders an den Nähten gut verarbeitet sein und so zu befestigen sein, dass sie nicht verrutscht, wenn das Pferd sich hinlegt, aufsteht und herumtollt. Ob eine Regendecke gut ist oder nicht, ist auch abhängig vom Pferd, das sie schützen soll. Es gibt viele unterschiedliche Ausführungen von der einfachen Regenabdeckplane, über gefütterte Decken bis hin zu hoch funktionsfähigen Thermoregendecken. Sie alle haben ihre Daseinsberechtigung, weil eben nicht jedes Pferd die gleiche Regendecke benötigt. Eine einfache Regendecke sollte man sicher auf jeden Fall immer parat haben. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, für spezielle Wetterverhältnisse eine gefütterte Decke zu benutzen, z.B., wenn ein Pferd schon älter oder krank ist. Viele Pferdebesitzer stehen Thermo-Regendecken skeptisch gegenüber, weil sie glauben, dass durch sie das natürliche Fellwachstum gestoppt wird. Das ist aber so nicht richtig. Zudem wird leicht vergessen, dass gerade junge Reiterinnen ihren Pferden im Sommer gern Verzierungen in das Fell rasieren. Je nachdem wie stark die Rasur war oder ist, kann es durchaus sinnvoll sein, eine Thermo-Regendecke zu nutzen, bis das gesamte Fell wieder ausreichend nachgewachsen ist.
Weitere Punkte, die es zu beachten gibt: hat die Regendecke ein winddichtes, wärmendes Fleecefutter? Ist es ohne störende Rückennaht gefertigt? Verfügt es über eine sichere Kreuzvergurtung und Brustverschnallung? Hat die Regendecke vielleicht ein Polster für den Wiederrist oder gegebenenfalls auch eine Schweifabdeckung?
Welche Regendecken gibt es?
Die einfachste Regendecke ist eine einschichtige Auflage aus wasserabweisendem Material. Meistens ist dies Polyester, da es preisgünstig und strapazierfähig ist und kaum Gewicht auf das Pferd bringt. Sie eignen sich für eine kurzfristige Schutzmaßnahme und eher nicht für einen langfristigen Gebrauch, da sich unter ihnen Schwitzwasser sammeln kann und das Pferd dann trotz Regenschutz nass auf der Weide steht.
Besser sind dann schon die verstärkten Regen- oder Paddockdecken, die atmungsaktive Eigenschaften aufweisen. Sie sind von außen wasserabweisend, können aber Schweiß von innen nach außen transportieren. Sie bestehen aus mindestens zwei Schichten unterschiedlichen Materials. Innen wird gern Filz oder Baumwolle verarbeitet.
Unterschieden werden die Regendecken noch in Sommer- und Winterdecken oder Ganzjahresdecken. Zu den Ganzjahresdecken gehören sicherlich die Thermo-Regendecken, die im Gegenteil zur landläufigen Meinung, nicht etwas das Pferd erwärmen, sondern die Temperatur regulieren und konstant halten. Sie bestehen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien, die genau aufeinander abgestimmt sind und miteinander arbeiten. Somit ist die Thermodecke auch im Winter ideal, wenn die Temperaturen unter Null sinken und die Pferde im Schnee stehen. Die Körpertemperatur wird durch die Thermo-Regendecke beibehalten.
Regendecken für den Ausritt sind etwas kürzer geschnitten und bedecken lediglich den Rücken und die Hinterhand, damit das Reiten nicht zur Gefahr für Pferd und Reiter wird. Sie können bereits vor dem Ausritt unter dem Sattel liegen, genauso wie eine Satteldecke. Ebenso gut passen sie aber auch aufgerollt in kleine Satteltaschen. Es gibt für den Ausritt auch eine Variante, bei der für den Sattel eine Öffnung ausgespart ist. Sie kann auch unterwegs schnell aufgelegt werden, ohne dass der Reiter das Pferd verlassen oder gar erst absatteln muss.
Wie befestige ich eine Regendecke?
Sämtliche Regendecken werden mit befestigten Schließvorrichtungen geliefert. Durchweg handelt es sich dabei um Gurte mit Schnallen oder um kräftige Klettverschlüsse. Mit welcher Verschlussart man am Besten zurechtkommt, sollte einfach ausprobiert werden. Worauf allerdings geachtet werden muss, sind die Verschlusspunkte. So hat sich ein Schweifverschluss in Kombination mit einem Brust- und Bauchverschluss gegen das Verrutschen am besten bewährt. Verschlüsse an den Beinen können zur Gefahr werden. Ganzkörperdecken haben zusätzliche Verschlüsse am Hals und am Kopf des Pferdes. Die Verschlusspunkte sollen immer so liegen, dass sie das Pferd weder beim Liegen noch beim Stehen drücken und verletzen können. Für überstehende Gurtenden muss eine kleine Schlaufe zu Befestigung vorhanden sein. Klettverschlüsse sind auf jeden Fall schneller zu öffnen und zu schließen, als Gurtverschlüsse. Allerdings müssen sie peinlich sauber gehalten werden, damit sie nicht durch Verschmutzung an Haftkraft verlieren.
Auch Regendecken gibt es in unterschiedlichen Größen, damit auch jedes Pferd, vom Fohlen bis zum erwachsenen Tier, wirklich optimal geschützt werden kann. Der Schnitt einer Regendecke sollte ebenfalls an die Bedürfnisse des Pferdes angepasst sein. Alternativ zur ganzen Regendecke gibt es auch Teilregenschutz, der zum Beispiel nur Kopf und Hals schützt.
Was kosten Regendecken?
Je aufwändiger eine Regendecke gearbeitet ist, je mehr Komfort sie für das Pferd bietet und je wertvoller die verwendeten Materialien sind, desto höher wird auch der Preis sein, den man für sie zahlen muss. Deshalb ist es auch nicht erstaunlich, dass es Regendecken bereits für knapp über 30,- € gibt, aber genauso gut können sie weit über 100,- € kosten. Sicher hat diese gewaltige Preisspanne seine Berechtigung. Dennoch sollte man in Ruhe das Preis-/Leistungsverhältnis analysieren, bevor man sich endgültig entscheidet. So ganz einfach dürfte die Entscheidung ohnehin nicht fallen, denn wenn man sich das Angebot an unterschiedlichsten Ausführungen in Form und Verarbeitung, Designs und Farben ansieht, ist es schwierig, sich wirklich nur für eine einzige Decke zu entscheiden. Es sei denn, man hat sich schon ein komplettes Basis-Outfit zugelegt, zum dem es nur noch die passende Regendecke hinzuzufügen gilt.
Gebrauchte Regendecke?
Für die Regendecke gilt das Gleiche, wie für Abschwitz- oder Satteldecken. Sämtliche Decken und Materialien, die direkt mit dem Fell in Berührung kommen, sollte man seinem Pferd lieber neu kaufen. Denn auch noch so gepflegtes gebrauchtes Pferdezubehör kann Bakterien oder Milben übertragen und das wäre fatal, wenn das Pferd zwar trocken ist, aber dafür unter einem Hautekzem zu leiden hätte..
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